Projektwoche an der Grundschule Sietland: Demokratie leben und Kinderrechte verstehen

In der vergangenen Woche stand an der Grundschule Sietland alles im Zeichen von Demokratiebildung und Kinderrechten. Unter dem Motto „Wir haben eine Stimme!“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen mit Themen rund um Mitbestimmung, Fairness und den respektvollen Umgang miteinander.

 

Nach einem gemeinsamen Auftakt arbeiteten die Kinder in jahrgangsgemischten Gruppen zu verschiedenen Themen. Zur Auswahl standen unter anderem „Kinderrechte im Dorf und weltweit“, „Kinderrecht auf Bildung“, „Kinderrecht auf Gesundheit und eine intakte Umwelt“, „Vielfalt macht stark“ sowie „Wie sieht deine Traumschule aus?“. In allen Projekten stand das aktive Mitgestalten im Vordergrund – denn Demokratie und Kinderrechte sollen nicht nur verstanden, sondern erlebt werden.

 

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Kinder über Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Verantwortung sprechen“, sagte Schulleiter Torsten Ayecke, der gemeinsam mit dem engagierten Kollegium die Projektwoche über längere Zeit vorbereitet hatte. „Die Kinder lernen, dass ihre Meinung zählt und dass sie gemeinsam viel bewegen können“, ergänzte Carolin Bergner-Tenge, die eines der Projekte leitete. Unterstützung erhielten die Lehrkräfte durch externe Partner wie das Deutsche Rote Kreuz und den Kinderliedermacher Florian Müller, die mit spannenden Impulsen zur Seite standen.

 

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch beim Bürgermeister Christian Roth im Sitzungssaal der Gemeinde Ihlienworth. Geduldig und anschaulich beantwortete er die Fragen der jungen Besucherinnen und Besucher rund um das Thema Demokratie vor Ort. Dabei erfuhren die Kinder, welche Rechte sie in ihrer Gemeinde haben – und wie wichtig es ist, dass Kinderrechte überall auf der Welt geachtet werden.

 

Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse in einer bunten Ausstellung. Plakate, Theaterstücke, Lieder und kleine Vorträge zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig Demokratiebildung in der Grundschule aussehen kann. Die Ergebnisse werden zudem beim Martinsfest am 14. November zu sehen sein – eine Gelegenheit für Eltern und Gäste, die kreativen Arbeiten zu bestaunen und mit den jungen „Expertinnen und Experten“ ins Gespräch zu kommen.

 

„Wir wollen die Kinder stark machen für das Leben in einer demokratischen Gesellschaft“, betonte Schulleiter Ayecke. „Diese Woche hat gezeigt, dass Demokratie schon in der Grundschule beginnt – wenn Kinder lernen zuzuhören, Kompromisse zu finden und Verantwortung zu übernehmen.“


Teilnahme am Sozialen Tag am 26.06.25

Einmal im Jahr tauschen über 60.000 Schülerinnen und Schüler deutschlandweit für einen Tag den Schulalltag gegen einen Arbeitsplatz ihrer Wahl. Dieses Projekt nennt sich "Sozialer Tag" und kommt vielen Menschen zugute. Denn das erarbeitete Geld spenden sie nach dem Motto "Von Jugendlichen an Jugendliche" an Projekte, die Gleichaltrige in schwierigen Lebenslagen unterstützen - zum Beispiel, weil die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind.

 

In diesem Jahr konnte nun nach einer etwas längeren Pause die Grundschule Sietland wieder daran teilnehmen. Nachdem die Spende im letzten Jahr noch über einen Spendenlauf organisiert wurde, konnten die Kinder nun wieder in den unterschiedlichsten Betrieben erste Arbeitserfahrungen sammeln. Darunter befanden sich etwas die Feuerwehr in Steinau, Tante Enso oder einfach nur kleine Familienbetriebe, bei denen der Hof wieder in Stand gebracht werden musste. Eine weitere große Gruppe wurde in der Samtgemeinde Land Hadeln eingestellt und räumte den Ort Ihlienworth mit Zangen, Handschuhen und Eimern auf.

 

Die Kinder hatten trotz des wechselhaften Wetters sichtlich Spaß und dürften noch den einen oder anderen Erwachsenen mit ihrer Schaffensfreude inspiriert haben. Anschließend waren alle Gruppen auch ausgepowert und um Punkt 12.00 Uhr konnte Feierabend gemacht werden - fast wie bei den großen also.

Demokratie selber gestalten: Das Juniorwahl-KIDS-Projekt

 

"Wir waren am Sonntag mit Mama und Papa wählen." Was uns Kinder in der Schule über Politik nach einer Bundestagswahl erzählen, freut uns und wir kommen gerne mit ihnen ins Gespräch. Doch nach einigen Augenblicken wird schnell klar: Die Kinder wissen, dass so eine Wahl sehr wichtig ist. Was es aber genau mit diesen Parteien und Politikern auf sich hat, können sie einem nicht wirklich erklären. Um Politik aus Kindersicht verständlicher zu machen, ist das  Juniorwahl-KIDS-Projekt bemüht, welches wir passend zur Bundestagswahl am 23.02.25 durchgeführt haben.

 

Dazu konnten die Schülerinnen und Schüler der 3a und 4a demokratische Prozesse nachspielen, um schließlich selbst an die Wahlurne gehen zu dürfen und ihr eigenes Kreuz zu setzen. Diese Wertschätzung für unsere Kinder - die ja in diesem Alter logischerweise noch nicht wahlbererchtigt sind - motivierte die Schülerschaft sehr, was man am positiven Feedback hinterher zu hören bekam.

 

Doch der Reihe nach: Zunächst lernten die Kinder über ein einfaches Beispiel eines Klassenausflugs, welche Möglichkeiten es bei einer Entscheidungsfindung gibt. Soll der Lehrer das Ausflugsziel selber bestimmen (Diktatur) oder dürfen die Kinder abstimmen, wohin der Weg geht (Demokratie)? Schnell wurde den Kindern klar, was die fairere Lösung ist. Über einige politische Infos kamen wir dann zu Zielen und Wünschen für unsere Schule. Die Kinder fanden sich zu Gruppen mit gleicher Meinung zusammen und entwickelten daraus dann eigene Parteien. Diese konnten am Wahltag von den Grundschülern mit ihren selbst erstellten Personalausweisen und Wahlbenachrichtigungen gewählt werden. Am Wahltag standen sie zu Beginn der 1. großen Pause aufgeregt im Wahllokal in der Pausenhalle. Herr Wittke und Frau Kropp-Meyer waren an diesem Tag die Wahlhelfer und passten auf, dass alles rechtmäßig vonstattenging - fast wie bei einer echten Wahl. Die Gewinnerpartei durfte schließlich zwei Unterrichtsstunden eigenständig planen und gestalten. Doch das wichtigste war: Alle hatten eine ganze Menge über Politik gelernt.


Aktive Teilnahme am nachhaltigen Weihnachtsmarkt in Steinau am 1. Dezember 2024

 

In Steinau fand zum ersten Mal ein nachhaltiger Weihnachtsmarkt statt. Da viele unserer Schüler/innen dort wohnen und es absolut zu dem Profil als Umweltschule passt, wurden wir um Beteiligung gebeten. Der Förderverein bot Waffeln an und die Kinder verkauften selbst getöpferte Weihnachtsanhänger, verzierte Gläser und geknüpfte Freundschaftsbänder. 

So konnte die Kinder und Eltern vor Ort erleben, dass es auch "anders geht": mit Porzellangeschirr, Stoffservietten und Keksen in Gläsern statt Tüten zum Beispiel. 

Es war eine sehr schöne Veranstaltung!


Weihnachtspäckchenkonvoi 2024

 

 

Seit vielen Jahren beteiligt sich unsere Schule an der Spendenaktion "Weihnachtspäckchenkonvoi" und so auch 2024. Da die Abgabe immer Mitte November erfolgt, passt es hervorragend in die Zeit des Martinsfestes, das wir jedes Jahr feiern. Die Päckchen werden zu bedürftigen Kindern in entlegene und ländliche Regionen Osteuropas gebracht und sind oftmals das einzige Weihnachtsgeschenk der beschenkten Kinder.

In allen Klassen werden auf freiwilliger Basis geeignete Kleinigkeiten (Spielzeug, Süßigkeiten, Malsachen, Hygieneartikel, Schal oder Handschuhe etc.) mitgebracht und gemeinsam auf mehrere Päckchen verteilt und festlich in einem Schuhkarton verpackt. Somit werden unsere Schüler selbst aktiv und erleben, welche Freude es macht, anderen Kindern zu helfen. Wichtige, nachdenkliche Gespräche über das Thema Kinderarmut gehören jedes Jahr zu der Paketaktion. Beide Seiten profitieren von dem Weihnachtspäckchenkonvoi, da unsere Schüler/innen sich exemplarisch mit unterschiedlichen Lebensbedingungen auseinandersetzen und selbst solidarisch handeln können.

 

 

 


Kooperation mit dem Altenheim Huus Ihlienworth

Seit vielen Jahren gibt es eine intensive Kooperation mit dem Ihlienworther Altenheim Huus Ihlienworth. Regelmäßig beteiligen sich unsere Schüler/innen mit schönen Beiträgen an den dortigen Veranstaltungen. So auch am Martinstag am 11.11.2024: Die Klasse 3a machte sich am Vormittag auf den Weg, um das Martinsgansessen mit den Martinsliedern zu bereichern. Da gerade für die schulische Martinsfeier ein Martinsstück eingeübt wird, bot es sich an, den Auftritt in den Kostümen und mit den Steckenpferden stattfinden zu lassen. Klassenlehrerin Maren Kropp-Meyer und Pädagogischer Mitarbeiterin Martina Buck-Wiese gelang es auch diesmal wieder, die Bewohner/innen zum Mitsingen zu aktivieren, so dass ein echtes Gemeinschaftsgefühl entstand.
                                                                  Wir kommen gerne wieder!


Konzert und Lesung von Florian Müller zum Thema Kinderrechte

 

Am Freitag, den 8.11.24 war der Kinderliedermacher und Sänger Florian Müller bei uns im Forum zu Gast. Für eine vergnügte Stunde präsentierte er zum Thema "Kinder haben Rechte" fröhliche Mitmachlieder, an der die Schülerinnen und Schüler sichtlich Spaß hatten. 

Zwischendurch las er kurze Ausschnitte aus seinem Buch "Max und die Kinderrechte" vor. In diesem Buch hat Florian Müller viele kleine Kurzgeschichten verfasst, in denen der Junge Max, im Gespräch und beim Spielen mit seinem Vater, davon erfährt, dass Kinder Rechte haben und diese von den Erwachsenen geschützt und geachtet werden müssen. 

 

Das Buch, sowie eine Lieder-CD "Seid dabei", hat Florian Müller der Schule zur weiteren Nutzung zur Verfügung gestellt. Beides wird bei der Auseinandersetzung mit dem neuen Handlungsfeld  "Partizipation/Demokratisch gestalten" zur Neubewerbung als Umweltschule in Europa, mit Sicherheit zum Einsatz kommen. 


Präventionstag am 24.10.2024  in der 4. Klasse

 

Am Donnerstag, den 24.10.24 war die Polizei zu Besuch in unserer Grundschule Sietland. Dabei hatte niemand etwas Böses angestellt. Viel mehr ging es der Polizeioberkommissarin Britta Schumann darum, die vielen positiven Aufgabenfelder der Polizei vorzustellen, die oftmals in den Hintergrund geraten. Denn Polizei hat weit mehr zu bieten als Verbrechensbekämpfung. So wurden die Kinder gleich zu Beginn darauf hingewiesen, dass Polizistinnen und Polizisten sich sehr freuen, wenn ihnen zugewunken wird.

Das eigentliche Thema des Tages, die Gewaltprävention, lässt sich demnach auf vielerlei Ebenen vermitteln. So bestand das erste Spiel darin, dass die Kinder gemeinsam auf möglichst wenigen Stühlen standen ohne umzufallen. Denn eine intakte Klassengemeinschaft sorgt dafür, dass es möglichst wenig Gewalt unter den Kindern gibt. Genau wie eine intakte Gesellschaft in einer Demokratie dazu führt, dass möglichst wenig Gewalt innerhalb der Bevölkerung vorherrscht.

 

Als nächstes mussten die Kinder Aussagen zu unterschiedlichen Delikten nach dem Grad ihrer Gewalttätigkeit sortieren. Dabei gab es im Anschluss eine rege Diskussion darüber, wo Gewalt beginnt und was die Auswirkungen von Gewalt sind. Die Kinder partizipierten lebhaft an dieser Diskussion, denn es waren fast alles Dinge die sie betrafen oder die sie schon selbst erlebt haben.

 

 

Schließlich bestand die letzte Übung darin, dass die Kinder selber aktiv tätig werden mussten. Was ist zu tun, wenn ein gewalttätiger Mensch auf dich zuläuft? Die Kinder sollten selbstbewusst die Hand ausstrecken und laut und deutlich „Stopp!“ rufen. Bei Nichtbeachtung durch den Aggressor gilt es sich umzudrehen, wegzurennen und nach Hilfe zu suchen. Alle Kinder bestanden diese Übung mit Bravour.