Projekt „Kompost“

 

Leitung: Frau und Herr Ayecke

 

Im Kompostprojekt wurde zunächst mit den SchülerInnen Grundlagen zur  Abfalltrennung erarbeitet. Abfall wurde unter besonderem Augenmerk der organischen Abfälle sortiert und die SchülerInnen erfuhren, welche Abfälle auf den Kompost kommen.

 

  Im Folgenden erforschten die SchülerInnen mitgebrachte Proben aus Komposthaufen. Nachdem über grundlegende Regeln des Umgangs mit Lebewesen informiert wurde, beobachteten die Schüler die kleinen Lebewesen mit Lupe, Becherlupe und Mikroskop.

 

  Die Tiere wurden anhand von Karteikarten und Büchern bestimmt. Danach zeichneten die Schüler Regenwürmer, Asseln, Springschwänze usw. auf  und erstellten Steckbriefe, die auf Plakaten gesammelt wurden.

 

  Nun wurde mit den Schülern erarbeitet, dass die Tiere unterschiedliche Lebensweisen im Kompost haben und sich von unterschiedlichen Dingen ernähren (Nahrungskette). Dabei wurden den Schülerinnen auch die Prozesse bei der Zersetzung des organischen Materials deutlich.

 

  Schließlich wurden die SchülerInnen in Gruppen aufgeteilt, um einerseits in der Schulumgebung auf Kleintierexpedition zu gehen und andererseits zwei Lattenkomposter für die Schule und den Schulgarten zu bauen.

 

  Diese Lattenkomposter wurden aus Holzresten mit den Schülern gemeinsam zusammen-gebaut, aufgestellt und befüllt. Während des Jahrgänge übergreifenden Projektes begleitete und unterstütze  Herr Marek von der Abfallberatung des Landkreises Cuxhaven die Projektgruppe.

 

 

Projekt „Kunst aus der Altpapiertonne“

 

Leitung: Herr Tietje

 

 Papier, Pappe usw. werden heutzutage massenhaft hergestellt und verbraucht. Dinge wie Bücher, Schulhefte, Papier vom Schreibblock, Zeitschriften, Flyer, etc. gehören zu vielbenutzten Dingen von Schulkindern.

  Dass Papier aus Holz, also letztendlich aus Bäumen hergestellt wird, ist uns häufig nicht bewusst, wenn wir Papierprodukte benutzen, verbrauchen bzw. wegwerfen.

  Durch das künstlerische Recycling von Dingen aus der Altpapiertonne wird Kindern bewusst, dass man „verbrauchte“ Papierprodukte nicht achtlos wegwerfen muss, sondern lustvoll und überraschend schön aufwerten bzw. wiederverwerten kann.

  In dieser Gruppe wurden Dinge aus der Altpapiertonne unter Anwendung verschiedener Techniken wie z.B., Schneiden, Reißen, Falten, Linoldruck, Collage, Assemblage zu Kunstobjekten recycelt.

Folgende Kunstwerke sind dabei entstanden:

- Masken aus gebrauchten Papiertüten, alten Zeitschriften und Verpackungsmaterial wie Papier- und Pappschredder (Collage, Assemblage)

- Bunte Schmetterlinge aus alten Zeitschriften (Schneiden, Falten, Kleben)

- Grußkarten zu Ostern auf der Grundlage von Buchseiten aus alten Büchern (Reißen, Linoldruck)

- Dreidimensionale Äpfel und Birnen aus alten Jubiläumsfestschriften der Schule, Autoprospekten u.ä. (Schneiden, Assemblage)

- Ananas-Assemblage aus Buchseiten, präsentiert in einem alten Buch (Falten, Assemblage)

 

 


Projekt  „Bauen und Gestalten mit Weide und anderen Gehölzen“

 

Leitung: Frau Kropp-Meyer und Frau Brockmann

 

 

Die Weide wird seit Jahrhunderten vielfältig genutzt. Auch heutzutage werden immer neue Nutzungsmöglichkeiten für Weide gefunden: In Holland wird sie in großem Maße eingesetzt, um Polder vor Bodenerosion zu schützen. Eine ähnliche Technik wird andernorts auch zur Stabilisierung von Berghängen genutzt, um Bergrutsche zu verhindern. Entlang von Autobahnen pflanzt man vielerorts Lärmschutzwände aus Weiden, die nicht nur Lärm und Luftverschmutzung vermindern, sondern auch schön aussehen. Sowohl lebende als auch nicht lebende Weide erhält bei der professionellen und privaten Gartengestaltung immer mehr Bedeutung.

  Die Arbeit mit Weide ist umweltfreundlich. Der Kreislauf von Wachstum, Ernte, Verarbeitung und weiterem Wachstum ist auf unserem Schulhof für die Kinder unmittelbar zu beobachten und während der Arbeit in der Garten-AG bzw. nun während der Projekttage auch selbst aktiv zu erleben.

  Die Kinder konnten im Januar beobachten, wie die verschiedenen Weiden und andere Gehölze (z. B. der rote Hartriegel) auf dem Schulgelände von Mitarbeitern des Bauhofes geschnitten und zum großen Teil zu Schredder für die Spielbereiche verarbeitet und verteilt wurden. Beim Verteilen des Schredders und beim Einlagern geeigneter Ruten halfen die Kinder der Garten-AG begeistert mit.

  Während der Projekttage Ende März wurden diese eingelagerten Ruten nun verarbeitet: Am ersten Tag wurden die Zäune der Gemüse- und Blumenbeete neu gebaut; die Zäune dienen als Schutz und zum Schmuck der Beete. Außerdem wurden noch wunderschöne Eier gefärbt, dabei wurden  gepresste Blüten, Blätter und Kräuter wurden für die Musterbildung eingesetzt. Am zweiten Tag wurden Osterkränze geflochten, die mit den gefärbten Eiern dekoriert wurden. Richtig kniffelig wurde es am dritten Tag, an dem aus über Nacht eingeweichten dünnen Weiden-, Hartriegel-, Birken-, Buchen- und Binsenruten kleine Teller und Schüsselchen gestaltet wurden. Die Kinder waren überrascht und begeistert, welche Farbgestaltung nur durch die Verwendung verschiedener Gehölzarten möglich ist. Den Rest der Zeit nutzten wir noch zur Herstellung von Rankgerüsten für Sommerblumen. 

  Die Projekttage in der Weidengruppe verliefen weitgehend harmonisch, die Älteren halfen den Jüngeren, alle genossen die vielen Stunden im Freien und das kreative Tun mit dem vielfältigen Naturmaterial.

Projekt: „Kochen“

 

Leitung: Frau Albrecht und Frau Clamor

 

 

Am Beispiel der Banane haben die am Projekt teilnehmenden Kinder das Logo von „Fair Trade“ kennengelernt und erarbeitet, warum „fairer“ Handel für die Frauen, Männer und Kinder, die auf den Plantagen arbeiten, wichtig ist. Allerdings gibt es „Fair Trade“ nur für wenige Lebensmittel.

Des Weiteren haben sich die Kinder über die Bedeutung von Bio-Lebensmitteln und von Produkten regionaler Herkunft informiert.

Beim Einkauf wurde das erlernte Wissen weitgehend umgesetzt und auf die Herkunft der Lebensmittel geachtet.

In Gruppen haben die Schüler folgende Speisen zubereitet: Gemüsesuppe, Jägerbrötchen, Obstsalat, Pizza, Möhrenrohkost, Bananenquark, Spaghetti mit Hackfleisch- oder Tomatensoße und Bananen-Milchshake.

Gemeinsam haben wir die zubereiteten Speisen verzehrt. Dass wir keine Reste hatten, ist ein Zeichen dafür, dass alle Gerichte geschmeckt haben. Erfreulich war außerdem, dass alle Kinder alles probiert haben.

Auch das gemeinsame Tischdecken, Abräumen und Abwaschen gehörte an den Projekttagen dazu.

Zum Abschluss hat jedes Kind sein eigenes Kochbuch zusammengestellt und gestaltet.

 

 

 

4.8.2. Projekt: „ Abenteuer Wasser“

Leitung: Frau Koch und Frau Sippel

 

Die 15 Schüler und Schülerinnen aus den 1. bis 3. Klassen lernten das Wasser an den drei Projekttagen unter ganz unterschiedlichen Aspekten kennen.

Am ersten Tag ging es darum, erste Erfahrungen mit dem Wasser zu sammeln. So konnten die Kinder an sieben Stationen erfahren, wie Wasser riecht, schmeckt, ob es Kraft hat, wie es sich anfühlt, ob es Knete oder Nägel tragen kann, ob etwas trocken bleiben kann, wenn es ins Wasser gedrückt wird, wie Seifenblasen hergestellt werden und ob der Wasserspiegel ansteigt, wenn ein Eiswürfel im Wasser schmilzt.

Am zweiten Tag wurde dann ein Gewässer bei Ihlienworth (Stichkanal) genauer erforscht und nach Lebewesen abgesucht. Mit dem Kescher und Becherlupen konnten die Kinder Mückenlarven, verschiedene Wasserkäfer, einen Stichling und Blutegel finden sowie genauer betrachten und bestimmen.

Am letzten Projekttag ging es dann darum zu erfahren, wie Menschen mit Wasser umgehen, wenn es nicht einfach aus der Leitung kommt.  Wie es ist, wenn es über viele Kilometer mühsam zum Wohnhaus gebracht werden muss, konnten die Kinder auf dem Schulhof ausprobieren. Das Tragen von Wassereimern auf dem Kopf bereitete allen viel Spaß.

Schließlich wurde noch thematisiert, woher unser Leitungswasser überhaupt kommt und wie man sparsam mit Wasser umgehen kann.

Da in dieser Projektgruppe überwiegend Schüler aus den ersten und zweiten Klassen waren, wurde der Schwerpunkt auf das Ausprobieren und Erforschen gelegt.

 

 

4.8.3. Projekt: „ Hallo Afrika!“

 

Leitung: Frau Schulz und Frau Wagner

 

Drei Tage lang hat uns das Thema „Afrika“ beschäftigt. Wir haben gelernt, dass Afrika ein Kontinent mit 54 ganz unterschiedlichen Ländern ist.

Wir erfuhren, dass es sehr verschiedene Lebenswelten in Afrika gibt und lernten einige Tiere genauer kennen.

Über das Leben von afrikanischen Kindern gewannen wir auch einen Eindruck. Der Schulbesuch ist nicht selbstverständlich und nicht jedem Kind möglich. Viele Kinder leben auf der Straße.

Während unserer Projekttage stellten wir selbst Papierperlen her und zogen sie zu einer schönen Kette oder einem Armband auf.

Für uns standen 7 Djemben bereit; das sind einfellige westafrikanische Bechertrommeln. Auf ihnen konnten wir probieren und üben, mit den Händen verschiedene Rhythmen zu trommeln. Auch lernten wir zwei Lieder in Suaheli. Unser Begrüßungslied hieß „Sali bonani“ und das heißt auf Deutsch "Guten Morgen".

Am letzten Tag besuchten uns Afrikaner aus dem Sudan, Eritrea und Somalia, die seit kurzer Zeit in Ihlienworth leben. Wir durften ihnen viele Fragen stellen. Beeindruckend war es dann besonders, als unsere afrikanischen Gäste mit uns gemeinsam trommelten!

Sie machten mit uns zusammen Musik und in der Pause zeigten sie uns ein Spiel, das sie früher immer gespielt haben. Wir haben uns sehr über ihren Besuch gefreut!

Während der drei Projekttage konnten wir einen winzig kleinen Einblick in den riesigen Kontinent gewinnen. Auch haben wir sicherlich Hemmschwellen abgebaut, mit Menschen Kontakt aufzunehmen, die eine andere Sprache sprechen und aus einem ganz anderen Teil unserer Welt kommen. Diese Tage werden wir so schnell nicht vergessen!